Freitag Fünf mit Yuri van Schoote, Vertriebsleiter DACH bei OPP
Wer sind die Menschen bei OPP, die ihre Karriere dem Ziel widmen, unsere Partner und Endnutzer glücklich zu machen? Was treibt sie an und wie tragen sie zu einem besseren (Zahlungs-)Erlebnis bei? Wir starten unsere neue monatliche Blogreihe „Friday Five“ mit unserem Sales Manager DACH Yuri van Schoote!
1. Was machst du bei OPP?
Als Sales Manager für die DACH-Region ist es meine Hauptaufgabe, unseren Kundenstamm in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszubauen. Eine spannende Rolle, denn es gibt noch so viele Marktplätze und Plattformen, die noch nie von uns gehört haben, aber von unserem Angebot wirklich profitieren könnten.
Im Arbeitsalltag geht es vor allem darum, Beziehungen aufzubauen und mein Netzwerk zu erweitern. Wir haben bereits ein Büro in Berlin und arbeiten mit einigen großen Namen zusammen, etwa dem deutschen Marktplatz Kleinanzeigen und der österreichischen Crowdfunding-Plattform Dagobertinvest. Diese Partnerschaften helfen uns, anderen potenziellen Kunden zu zeigen, was wir können. Außerdem steigert unsere enge Zusammenarbeit mit Worldline und PayOne unsere Sichtbarkeit enorm.
Was ich an OPP am meisten schätze: Wir bieten nicht nur professionelle und innovative Zahlungslösungen, sondern auch persönliche Betreuung. Ob ein Kunde groß oder klein ist – er kann sich darauf verlassen, dass wir ansprechbar sind und ihn als echten Partner behandeln, nicht als einen Kunden unter vielen. Diese persönliche Note ist mir in meiner Rolle sehr wichtig.
2. Wie würdest du die deutsche Zahlungskultur konkret beschreiben? Siehst du einen klaren Trend hin zu Online-Zahlungen?
Ich bin in den Niederlanden nahe der deutschen Grenze aufgewachsen und habe selbst erlebt, dass Bargeld in Deutschland immer noch König ist. Seit COVID-19 gibt es aber einen spürbaren Wandel. Immer mehr Menschen kaufen online ein und nutzen Online-Zahlungsmethoden, vor allem die jüngere Generation. Besonders PayPal ist in Deutschland sehr dominant – ein großer Teil der Transaktionen läuft über diese Zahlungsmethode. Interessant ist, dass wir PayPal for Marketplaces anbieten, was für unsere Partner auf dem deutschen Markt ein großer Vorteil ist.
Es gibt jedoch noch einige Hürden, etwa beim Vertrauen. Viele zögern, persönliche Daten online an Dritte weiterzugeben. Mit der PSD2-Regulierung in Europa können lizenzierte Drittanbieter jedoch auf Bankinformationen zugreifen und im Namen von Kunden Zahlungen auslösen – sofern die Kunden zustimmen. Damit das funktioniert, müssen wir weiter Vertrauen aufbauen und den Markt aufklären. Das ist ein Prozess, der Zeit und Mühe kostet.
3. Wie könnten Marktplätze und Plattformen in der DACH-Region (oder solche, die in diesen Markt expandieren möchten) von OPP profitieren?
Unser Fokus auf die DACH-Region ist ein großer Vorteil für lokale Plattformen. Wir haben bereits deutschsprachige Support-Mitarbeitende, einen eigenen Solutions Manager für technische Integrationen und ein Büro in Berlin. Diese lokale Präsenz ist ein großes Plus für Plattformen, die im DACH-Markt tätig sind oder dorthin expandieren möchten.
Eines unserer Alleinstellungsmerkmale ist unsere Multi-Split-Zahlungsfunktion. Diese Lösung teilt eine einzelne Transaktion automatisch in mehrere Zahlungen auf und macht die Verteilung von Geldern flexibel und effizient.
Eine weitere interessante Funktion ist Escrow: Händler und Plattformen können damit Gelder zurückhalten und erst freigeben, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Bei einem C2C-Marktplatz lässt sich das als Käuferschutz vermarkten, bei einer Freizeit- oder Vermietungsplattform aber auch als Sicherheitsmaßnahme, um eine Anzahlung zu verwahren.
Besonders hervorzuheben ist auch unser Automated Mediation Flow. Die Bearbeitung von Streitfällen kann zeitaufwendig und teuer sein, vor allem bei großen Volumen. Mit unserer Lösung können Käufer und Verkäufer Streitigkeiten schnell und automatisch beilegen. Das verbessert das Nutzererlebnis und macht den Support effizienter.
Und noch etwas: Bei OPP erhält jeder Kunde, unabhängig von seiner Größe, persönliche Betreuung. Sie müssen keine bestimmte Umsatzschwelle erreichen, um unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung zu bekommen.
4. Du hast früher als KYC- und Support-Spezialist für OPP in Deutschland und Großbritannien gearbeitet. Welche Erkenntnisse kannst du darüber teilen, was unseren Partnern und Endnutzern am wichtigsten ist?
Durch diese Rollen habe ich ein tiefes Verständnis für die Nutzerabläufe und Zahlungsmethoden von C2C-Marktplätzen gewonnen. Mir wurde auch klar, welche Frustrationen Nutzer bei Online-Zahlungen häufig erleben. Diese Erfahrung ist von unschätzbarem Wert, um die Customer Journey zu optimieren und spezifische Bedürfnisse zu erfüllen.
So haben wir zum Beispiel auf Basis des Feedbacks unserer Partner und ihrer Nutzer den Automated Mediation Flow entwickelt. Außerdem haben wir unsere Support- und Onboarding-Teams getrennt, damit sich jedes auf seine Stärken konzentrieren kann. So kann sich unser Support um ernstere Anliegen kümmern, während das Onboarding-Team Händlern einen reibungslosen Start ermöglicht.
5. Du warst beim Militär, Teamleiter in der Kreuzfahrtbranche und hast einige Jahre eine Tauchschule in Asien geleitet. Wie nutzt du diese internationalen Erfahrungen in deiner aktuellen Rolle?
Durch meine Zeit im Ausland habe ich einen breiteren Blick auf Menschen und Kulturen gewonnen. Eine wichtige Lektion: Man sollte niemanden nach dem ersten Eindruck beurteilen – jeder hat seinen eigenen Hintergrund und seine eigene Sichtweise. Das zu erkennen und empathisch zu sein, hilft dabei, Vertrauen und stabile Beziehungen aufzubauen.
In Deutschland zum Beispiel geht es oft förmlicher zu, während es in den Niederlanden etwas lockerer ist. In Asien ist Höflichkeit das A und O, daher bekommt man vielleicht kein direktes „Nein“, selbst wenn es so gemeint ist. Man muss mehr nachfragen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Diese kulturellen Nuancen zu verstehen, hilft mir, mit unterschiedlichen Menschen effektiver zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
Bonusfrage: Da unser Hauptsitz in Delft in den Niederlanden liegt, müssen wir fragen: Bitterbal oder Currywurst?
Schwierige Wahl, aber ich nehme die Bitterbal!

Reza Schott
Head of Marketing










