Warum die größten Marktplätze OPP wählen
Online-Shopping boomt, und die Covid-Pandemie hat diesem Sektor zusätzlichen Schub verliehen. Da der Löwenanteil der Online-Umsätze auf Webshops entfällt, konzentrieren sich die großen Zahlungsdienstleister genau darauf. Webshops sind ihr Kerngeschäft.
Marktplätze und Plattformen folgen jedoch einer völlig anderen Dynamik. Es finden zwar Zahlungen statt, doch die zugrunde liegenden Prozesse sind ganz anders und deutlich komplexer. Diese Dynamik erfordert daher einen spezialisierten Zahlungsdienstleister.
Ein Marktplatz oder eine Plattform ist kein Webshop!
Ein Marktplatz ist eine Online-Plattform, auf der potenziell Millionen von „Webshops“ ihre Produkte verkaufen können. Verkäufer können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sein, die ihre Waren über einen Marktplatz anbieten. Der Marktplatz ist nicht der Verkäufer der Waren und damit auch nicht der rechtmäßige Empfänger der Erlöse. Alle Erlöse zunächst an den Marktplatz auszuzahlen, der die endgültigen Erlöse dann (mit oder ohne Einbehalt einer Provision) an den eigentlichen Verkäufer weiterleitet, ist kompliziert, finanziell anfällig und rechtswidrig.
Eine solche Verteilung von Geldern gehört nicht zum Kerngeschäft eines Marktplatzes, und die Aufsichtsbehörden werten sie als Finanzdienstleistung, mit allen damit verbundenen Pflichten. Ein Marktplatz müsste dann selbst eine Lizenz als Zahlungsdienstleister beantragen oder würde als „Merchant of Record“ eingestuft. Will der Marktplatz oder die Plattform nicht für alle Waren verantwortlich sein, die über integrierte Zahlungen auf der Plattform verkauft werden, muss er einen Zahlungsdienstleister einsetzen, der den Verkäufer der Waren über den Know-Your-Customer-Prozess (KYC) verifiziert.










