Die Entscheidung war gefallen: Wir expandieren nach Deutschland! Dann brach die Pandemie mit voller Wucht aus. Setzt man seine Pläne dann durch oder hält man sie zurück? Unser CEO Maurice entschied sich für Ersteres und teilt, welche Hindernisse er beim Eröffnen eines Büros für die Online Payment Platform in Berlin begegnete. 

Warum war Deutschland eine logische Wahl für die internationale Expansion?

"Wir halten es für wichtig, unsere Kunden vor Ort zu unterstützen. Für diese ist es schön, mit uns in ihrer eigenen Sprache und mit Menschen, die die Kultur kennen, kommunizieren zu können. Da wir bereits Geschäfte mit einigen Partnern in Deutschland tätigen und sich die Plattformökonomie dort ebenfalls schnell entwickelt, war es naheliegend, physisch präsent zu sein. Zudem sollte ein großer deutscher Kunde in naher Zukunft zu uns stoßen, daher kam es für uns nicht in Frage, die Pläne auf Eis zu legen.

Wie findet man während der Hochzeit der Pandemie Büroräume?

"Das war immer noch eine ziemliche Herausforderung. Wir suchten nach einem besonderen Raum, der zu unserer Organisation passt, und hatten klare Kriterien dafür. Zum Beispiel sind wir keine Fans von Mehrmietergebäuden. Das passt auch nicht zu unseren Geschäfts- und Sicherheitsrichtlinien. Schließlich fanden wir nach viel Online-Suche ein sehr schönes und modernes Büro im Stadtzentrum." - Maurice Jongmans

"Als wir jedoch den Makler kontaktierten, war die Kommunikation etwas schwierig. Man merkt, dass es eine Sprachbarriere gibt und der Kontakt etwas distanziert ist. Dann entdeckte ich, dass ein Immobilienmakler in Deutschland etwas anders arbeitet als bei uns. Zum Beispiel gab es keinen Grundriss mit den Maßen des Raumes. Auch wichen die Zeichnungen von dem ab, was wir auf den Bildern gesehen haben. Als wir versuchten, einen Grundriss mit Maßen zu bekommen, stießen wir auf Widerstand. Uns blieb nichts anderes übrig, als nach Berlin zu reisen, um den Raum mit unseren eigenen Augen zu sehen (und zu messen)." 

Wie haben Sie die Reise nach Berlin corona-sicher gemacht?

"Ich habe verschiedene Transportmöglichkeiten abgewogen. Letztendlich war Fliegen die beste Wahl, selbstverständlich mit Mundschutz. Es war jedoch ein seltsames Gefühl. Man kommt an einem fast leeren Flughafen Schiphol an und nimmt den einzigen KLM-Flug des Tages nach Berlin. Im Flugzeug hatte ich eine ganze Sitzreihe zur Verfügung. Bei der Ankunft fragte die Militärpolizei, was ich zu tun hatte und ob meine Reise wirklich notwendig sei. Darüber hinaus gab es in Deutschland zu dem Zeitpunkt strengere Regeln bezüglich Mundschutz und es war auch in Geschäften Pflicht, diese zu tragen."

"Am selben Nachmittag besuchte ich das Büro, nahm Maß und lernte das Mietunternehmen kennen. Man merkt, dass der Kontakt, auch wenn man sich nicht die Hand schütteln kann, unglaublich hilft und die Kommunikation sofort viel angenehmer macht. Nach einer Nacht im Hotel flog ich zurück in die Niederlande."

War es schwierig, das Büro zum Laufen zu bringen?

"Glücklicherweise konnte die Bürokratie perfekt aus der Ferne erledigt werden, auch wenn der Mietvertrag immer noch per Kurier nach Deutschland geschickt werden musste. Wir erhielten den Schlüssel am 1. Juli. Um sicherzustellen, dass wir sofort loslegen konnten, hatten wir die gesamte Einrichtung in den Niederlanden bestellt und in das Büro liefern lassen. Dann fuhren wir mit einem Transporter nach Berlin. Zusammen mit unserer Büroleiterin und dem Betriebsleiter erhielt ich den Schlüssel und richtete das Büro ein. Wir begannen auch sofort mit Bewerbungsgesprächen."

Wie haben Sie Mitarbeiter eingestellt und geschult?

"Wir hatten Janneke in den Niederlanden eingestellt, die nach Berlin ziehen und das Büro leiten sollte. Sie spricht Deutsch und ist mit beiden Kulturen sowie unserer Unternehmenskultur vertraut. Vor Ort haben wir zwei weitere lokale Mitarbeiter eingestellt. Die Einarbeitung dieser Kollegen ist anders, als wir es normalerweise tun würden, aber hier haben wir unter anderem mit digitalen Mitteln einen guten Weg gefunden."

"Natürlich achten wir auf die Corona-Maßnahmen und verfolgen die Nachrichten über Corona und die gegebenen Empfehlungen genau in Deutschland. Wir haben auch ein gutes Gleichgewicht zwischen der Arbeit zu Hause und im Büro gefunden. Der soziale Aspekt ist in unserem Unternehmen einfach auch sehr wichtig. Natürlich entscheiden wir uns dafür, außerhalb der Stoßzeiten zu reisen, damit die Menschen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen müssen, nicht unnötig in einem überfüllten Zug sitzen." 

Was ist die wichtigste Erkenntnis, die Sie aus dieser Erfahrung gewonnen haben?

"Man sieht, dass man heutzutage zwar viel digital regeln kann, der persönliche Kontakt am Ende aber unverzichtbar ist. Zumindest beim Abschluss von solch größeren Geschäften in Deutschland. Insofern ist diese Erfahrung eine großartige Bestätigung dafür, dass unsere Organisation vor Ort präsent sein muss."

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